Archiv für den Autor: Linus Deitermann

Chile

Chile 1896 – 1901

Federico Errázuriz Echaurren 1896 – 1901:

Federico Errázuriz Echaurren [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Federico_Err%C3%A1zuriz_Echaurren.jpg

Chile ist im 19.Jahrhundert ein für südamerikanische Verhältnisse relativ weit entwickeltes Land. Die wirtschaftliche und politische Elite des Landes ist zusammengesetzt aus der alten Kolonialelite. Anders als in anderen südamerikanischen Ländern gibt es keinen offenen Gegensatz zwischen dem städtischen Bürgertum und dem Großgrundbesitz. Die Konflikte zwischen diesen beiden herrschenden Klassen sind über die staatlichen Organe institutionalisiert, was zu relativer Stabilität führt und somit günstige Verhältnisse für Akkumulation, also Produktivkraftentwicklung bietet.

Dieses Bündnis von Großgrundbesitz und Bürgertum wird hergestellt durch einen starken Militarismus, Chauvinismus und Expansionismus, der immer wieder neue Gebiete in das chilenische Staatsgebiet integriert, welche dann zwischen den beiden Sektoren der Herrschenden mittels eines aufgeblähten Bürokratie-Apparat aufgeteilt werden. Sowohl der Großgrundbesitz (wichtigstes Produkt ist Weizen) als auch das Bürgertum (Salpeterminen, ab den zusätzlich 1880ern Kupferminen) sind eng verbunden mit US-amerikanischen Investoren. Die USA ist zudem einer der wichtigsten Abnehmer.

Opfer der Expansion sind zunächst die Indigenen, die im Laufe des 19.Jahrhunderts immer weiter nach Süden zurückgedrängt werden. 1883 ist der indigene Widerstand endgültig gebrochen und der chilenische Staat reicht somit bis zum südlichsten Zipfel des amerikanischen Festlands.

Dies bedeutet allerdings ein Problem für Chile, denn weiter im Süden ist nur noch die Antarktis. Es werden Pläne zur Besiedlung dieses Kontinents entworfen, aber das klappt nicht. Immer wieder bis in die zweite Hälfte des 20.Jahrhunderts hinein kommen von staatlichen Stellen in Chile Ideen auf, wie man sich vielleicht doch weiter in Richtung Süden ausdehnen könnte, aber es ist dort einfach zu kalt.

Wie löst man nun dieses Problem? Erstmal bröckelt die Allianz von Bürgertum und Großgrundbesitz, es kommt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Parteien um die Macht im Staat. Am deutlichsten zeigt sich dies beim Umsturz von 1891, dessen Ergebnis die Einrichtung eines Parlaments ist, also ein Sieg des Bürgertums. Ursächlich für diesen bürgerlichen Sieg ist die Entwicklung in den USA, wo durch die Westexpansion weite landwirtschaftlich nutzbare Gebiete eingegliedert werden und somit den Import von chilenischem Weizen überflüssig machen. Ebenso spielt eine Rolle, dass in den USA nach dem Ende der Sklaverei einige Baumwollplantagen in Felder für den Anbau von Getreide umgewandelt werden. Durch dies beides geht Chile der Absatzmarkt für Weizen verloren, wohingegen die Industrialisierung sowohl in den USA, als auch in Europa für das chilenische Salpeter und Kupfer größere Absatzmärkte schafft. Trotzdem bleibt auf dem Land die Vormachtsstellung des Großgrundbesitz ungebrochen und die staatlichen Institutionen lassen sich auch nicht so schnell im Sinne einer bürgerlich-kapitalistischen Entwicklung umgestalten, sodass eine konservative (dem Großgrundbesitz ergebene) Bürokratie bestehen bleibt.

In den 1880ern wird die imperialistische Politik fortgefahren dadurch, dass man sich in Richtung Norden bewegt. Im Bündnis mit Argentinien wird ein Beutekrieg gegen Bolivien und Peru geführt, wodurch Bolivien der Zugang zum Meer weggenommen wird und reiche Salpater-, Kupfer- und Eisenvorkommen in chilenischen Besitz kommen.

Dies ist die Ausgangslage als Errázuriz 1896 ins Präsidentenamt kommt. Es handelt sich um einen Juristen, der in seiner Amtszeit geschickt zwischen den beiden Sektoren der herrschenden Klassen vermittelt und so das Land nach den Unruhen um 1891 stabilisiert und endgültig befriedet. Möglich ist ihm das durch ein gewaltiges Wirtschaftswachstum durch die neuen Minen und dem stets und stark steigendem Bedarf (und damit auch der Preise) der Rohstoffe in den kapitalistischen Zentren. So vergrößert sich die Menge an gefördertem Salpeter von einer auf 1,7 Mio. Tonnen, der von Kupfer von 33 auf 67 Tausend Tonnen während der fünf Jahre seiner Präsidentschaft.

Errázuriz bildet eine Koalitionsregierung aus Konservativen und Liberalen. Als Opposition besteht die Radikale Partei als Linksabspaltung von den Liberalen. Die Radikalen repräsentieren die Teile des Bürgertums, die nicht von Boom beim Bergbau profitieren, es ist also eine kleinbürgerliche Partei. Die Partei ist in der deutlichen Minderheit im Parlament und hat ansonsten kaum staatliche Stellen, wo sie Einfluss ausüben kann. Die Zeit um die Jahrhundertwende ist daher stabil und kann zum weiteren Aufbau von Infrastruktur und Staatlichkeit genutzt werden. Der Süden des Landes, bislang noch nicht vollständig kartographisiert, wird besiedelt und hierfür werden viele Infrastrukturmaßnahmen ergriffen. Elektrifizierung, Grundschulen für das Volk, Universitäten für die Elite und auch Krankenhäuser werden errichtet. Zudem eine zum Teil noch heute in Betrieb stehende Kanalisation und ein Straßenbahnnetz für die Städte. Die Straßenbahnen gelten zum Zeitpunkt der Einrichtung als die modernsten der Welt. Gleichzeitig setzt eine starke Landflucht ein und es entstehen Slums. Am Ende von Errázuriz Präsidentschaft leben 40% der Chilenen in Städten, mehr als zur gleichen Zeit in Deutschland.

Bedeutend ist, dass sich durch den Boom im Bergbau ein großes Proletariat bildet. Dieses macht 1900 15% der Bevölkerung aus, was den höchsten Anteil in Südamerika darstellt. Zum Vergleich, in Peru und Bolivien sind es zu dieser Zeit weniger als 5% und selbst im bald revolutionären Russland sind es weniger als 10%. Die Minenarbeiter sind allerdings um 1900 nicht organisiert und treten deshalb als politische Kraft noch nicht in Erscheinung, das wird sich aber bald ändern.

Problematisch ist die extreme Abhängigkeit Chiles von der Abnahme der Bergbauprodukte durch die USA, sowie das die Errichtung der Minen auch finanziert wird durch US-Amerikaner. Eine Industrie um den Bergbau herum bildet sich deshalb nicht, die Rohstoffe werden unverarbeitet exportiert. Diese Abhängigkeit führt während der Amtszeit von Errázuriz zu Währungsschwankungen, die auch durch die Einführung von Banknoten nicht ausgeglichen werden kann. So lange aber der vor allem US-amerikanische Absatzmarkt wächst und die Investitionen nicht aussetzen, funktioniert alles. So ist alles gut während der Präsidentschaft von Errázuriz und er gilt daher als ein erfolgreicher Präsident und es gibt keine Bestrebungen ihn abzusetzen. Errázuriz hätte somit zu einem langjährigen Machthaber werden können, aber sein überraschender, wenn auch natürlicher Tod in 1901 verhindert das.

Chile

Chile 1901 – 1906

Germán Riesco Errázuriz 1901 – 1906:

Germán Riesco Errázuriz (2) [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Germ%C3%A1n_Riesco_Err%C3%A1zuriz_%282%29.jpg

Nun kommen die Liberalen an die Macht. Riesco reformiert das Bildungs- und Rechtsystem. Außerdem wird Chile zu einem säkularem Staat. Zivilehe, Weiterführende Schule für Mädchen und Trennung von Kirche und Strafrecht sind der Inhalt der Reformen.

Chile stürzt aber in eine Inflationskrise. Es geht hierbei um die nach dem Krieg gegen Bolivien zu Chile gekommen Kupfer- und Salpetervorkommen. Hier wird sehr viel investiert und spekuliert und es bildet sich eine Blase. Diese platzt nun während der Amtszeit von Riesco und als Folge bricht die Währung zusammen.

Die erste Folge ist, dass die Lebensmittelpreise für die Arbeiter nicht mehr zu bezahlen sind.

Es kommt zum Aufstand, der eine Zeit der heftigen klassenkämpferischen Unruhen einleitet, die im Grunde bis zum Zweiten Weltkrieg andauert. Es gibt große Streiks im Bergbau, Eisenbahnverkehr, Polizei, Müllabfuhr und in anderen Bereichen.

Auf die Streiks wird gewaltsam reagiert. Die US-Investoren sind nicht kompromissbereit und zwingen die chilenische Regierung zu dem harten Vorgehen gegen die Arbeiter mit der Drohung das Land zu verlassen. 1905 kommt es in Santiago zu der „Roten Woche“. Die Lebensmittelpreise sind aufgrund der Inflation so gestiegen, dass Tausende Arbeiter hungerten. Sie rufen den Fleisch-Streik aus und nachdem einige Tage Streik ohne Folge bleiben, marschieren die Arbeiter in Richtung Präsidentenpalast. 40.000 Demonstranten beteiligen sich und das Militär richtet ein Massaker an. Es sterben mindestens 300 Menschen. Das gleiche wiederholt sich 4 Monate später in Antofagasta, der Salpeterprovinz im Norden Chiles. Ein Generalstreik wird mit dem Tod von ca. 200 Menschen beendet. Aber auch das bricht der Arbeiterbewegung noch nicht endgültig das Genick.

Ansonsten werden noch die letzten Streitigkeiten mit Argentinien über die Aufteilung der bolivianischen Beute ausgeräumt und sich auf einen Grenzverlauf geeinigt, der bis heute bestand hat. Zudem möchte Riesco die Antarktis besiedeln. Es bleibt aber bei dem Wunsch.

Am Ende seiner Amtszeit zerstört ein Erdbeben und ein Tsunami Valparadiso in der Nähe von Santiago vollständig. Die Aufbauarbeiten überlässt Riesco seinem Nachfolger.

Chile

Chile 1910

Elías Fernández Albano 1910:

Elías Fernández Albano [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:El%C3%ADas_Fern%C3%A1ndez_Albano.jpg

Dies ist ein Interimspräsident und der nächste ist es auch wieder. Fernández übernimmt nach dem Tod von Montt Montt und stirbt 6 Wochen später selbst an den Folgen einer Lungenentzündung, die er sich auf der Beerdigung seines Vorgängers eingefangen hatte. Vor seiner Präsidentschaft war er Vizepräsident und Innenminister und als dieser für die entsprechenden Massaker direkt verantwortlich.

Chile

Chile 1910 – 1915

Ramón Barros Luco 1910 – 1915:Ramón Barros Luco

Abgesehen von der linken Opposition, die sich während seiner Amtszeit spaltet, hat niemand was gegen Barros. Warum das so ist, lässt sich am besten durch seine Regierungserklärung deutlich machen: „99% aller Probleme lösen sich von selbst und das übrige 1% hat keine Lösung“.

Dementsprechend ist Barros nicht als Politiker in die Geschichte eingegangen, sondern als Sandwich. In Chile heißen Sandwichs mit Rind und Käse Barros Luco. Das ist so, weil Ramón täglich so ein Sandwich gegessen hat.

Während der fünf Jahre passiert abseits des Fastfoods nicht viel. Allerdings beginnen die Linken sich besser zu organisieren. Neben der Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei beginnt sich eine einheitliche Gewerkschaftsbewegung zu formieren. Noch haben wir aber den alten Zustand, dass die Linken nicht eigenständig bei Wahlen antreten und die hungernden Arbeiter sich unkoordiniert totprügeln lassen. Zu der Zeit von Barros sind es jährlich ca. 500 Menschen, die der brachialen Polizeigewalt zum Opfer fallen, womit er eine der mildesten Quoten in der ersten Hälfte des Jahrhunderts hat. Die Repression kann etwas nachlassen, wegen dem Ersten Weltkrieg. An diesem beteiligt sich Chile nicht militärisch, profitiert aber von ihm dadurch dass die beiden wichtigsten Exportgüter Kupfer und Salpeter kriegswichtig sind.

Barros schließt mit den Präsidenten Argentiniens und Brasiliens den ABC-Pakt. Ein um politische und wirtschaftliche Kooperation erweiterter Beistandspakt, der als ein Vorläufer des Cepalismo gelten kann, also nichts linkes oder antiimperialistisches. Die Kooperation bleibt auf niedrigem Niveau, der Imperialismus bleibt dominierend und soll das auch. Eher bietet die günstige Wirtschaftslage während des Kriegs die Möglichkeit den Imperialismus um einen regionalen Kapitalismus zu ergänzen und so denn auch zu stützen und zu stabilisieren.

Barros stirbt 1919 an der Spanischen Grippe.

Chile

Chile 1920 – 1924

Arturo Alessandri Palma 1920 – 1924:

Alessandri Ulk (1932) [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alessandri_Ulk_%281932%29.jpg

Die Wahl dieses langjährigen Oppositionsführer der Demokraten war mit viel Hoffnung verbunden. Sollte doch die Kirche nach mexicanischem Vorbild zurückgedrängt und ein Sozialsystem eingeführt werden.

Tja, wurde nichts draus. Im Februar 1921 bricht der Salpeterpreis mal wieder zusammen. Diesmal endgültig, weil man künstlichen Dünger erfunden hat. Chile stürzt in die bisher größte Krise seiner Geschichte.

Eine Streikwelle der Minenarbeiter durchzieht das Land. Alessandri reagiert wie seine Vorgänger.

Daraufhin brechen Gewerkschaften und Sozialisten mit ihm. Konsequenterweise schließen sich die Sozialisten dann den Komintern an und nennen sich in KP um.

Im Parlament hat Alessandri auch keine Unterstützung. Aufgrund seines demokratischen Wahlprogramms sind Konservative und Militär gegen ihn und boykottieren jede Reform. Als Alessandri versucht wenigstens eine Steuerreform durchzusetzen indem er sie mit einer Diätenerhöhung um 500% verbindet, stürmt das Militär am 3.September 1924 das Parlament.

Es werden Barrikaden gebaut und der Präsidentenpalast belagert. Zusätzlich bildet sich um den Faschisten Ibáñez ein Militärkomitee, das den Rücktritt Alessandris fordert. Sie drohen mit einem Massaker und der Präsident tritt dann auch tatsächlich zurück. Die Militärs übernehmen somit in Gestalt des Generals Altamirano am 11.September (!) die Macht.

Ironischerweise konnte die Unterstützung der Soldaten gegen Alessandri auch deshalb gewonnen werden, weil dieser eine Solderhöhung gegen die Konservativen nicht durchsetzen konnte.

Alessandri geht ins Exil. Er wird aber zurückkehren.

Chile

Chile 1925

Pedro Pablo Dartnell Encina 1925:

Dieser General kommt durch einen Putsch gegen die Septemberputschisten an die Macht. Er ist für vier Tage im Januar provisorischer Präsident und beruft dann eine Junta ein, die die Zeit überbrücken soll, bis Alessandri aus dem italienischen Exil zurück ist.

Chile

Chile 1925

Emilio Bello Codecido 1925:

Emilio Bello [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Emilio_Bello.jpg

Bevor Alessandri aus dem faschistischen Italien zurückgekehrt ist, herrscht noch zwei Monate die „Januarjunta“ unter Bello. Das ist nicht der Hund von Alessandri (der heißt Ulk), sondern der Vorzeigerechte Chiles. Seine Aufgabe ist die Rückkehr zur Demokratie im Sinne der Faschisten zu vollziehen.

Die Verfassung, die Alessandri durchbringen soll, wird während der zwei Monate schon ausgearbeitet und Kommunisten und Gewerkschaften stehen massiv dagegen, da sie als pseudodemokratische Kulisse für die Herrschaft des Militärs und Ibáñez erkannt wird.

Anders als Alessandri schafft es Bello, sich auch unter der offenen Herrschaft von Ibáñez zu behaupten. Er wird Minister unter Ibáñez und während Alessandris dritter Amtszeit Botschafter.

Chile

Chile 1925

Arturo Alessandri Palma 1925:

Alessandri Ulk (1932) [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alessandri_Ulk_%281932%29.jpg

Er wird zurückgeholt um dem Putsch einen legalen Anschein zu geben. Dies ist notwendig, da die Kämpfe in Chile weitergehen. Noch hat das Militär die Linken und Aufständischen nicht wirklich dezimiert. Leider kommt es nicht zu einem Sieg der Linken und damit zum Aufbau einer Räterepublik, da die linken Kräfte zu schwach und unorganisiert sind. In der Provinz Antofagasta kommt es zu einem Streik der Minenarbeiter. Während des Streiks wird der britische Besitzer der Mine, der bekannt dafür ist die Arbeiter zu schlagen, Tod aufgefunden. Ein bolivischer Arbeiter wird des Mordes verdächtigt und durch die Polizei ohne Prozess hingerichtet. Daraufhin geht die Gewerkschaftsführung davon aus, dass weitere Repressionen drohen und sie treffen Vorkehrungsmaßnahmen. So werden die Eisenbahnschienen gesprengt um die Ankunft von Soldaten und Streikbrechern zu verhindern. Es kommen trotzdem 40 Soldaten. Diese werden mit Dynamit beschmissen und ihnen ihre Gewehre abgenommen. Nun wird der ganze Ort bewaffnet. Die Arbeiter bilden einen Rat und diskutieren ob sie sich ergeben oder mit anderen Arbeitern der Region zusammenschließen und die Revolution beginnen sollen. Bevor eine Entscheidung gefallen ist, kommt eine zweite Division und stellt mitten in der Nacht Maschinengewehre im Ort auf und tötet jeden den sie vor den Lauf bekommen, darunter auch Kinder. Die Arbeiter verteidigen sich und können 64 Soldaten töten. Wie viele von den Ortsbewohnern sterben, ist unklar, es wird von mindestens 500 Toten ausgegangen. Wer überlebt flieht in die Berge. Dort kommt es zwei Monate später zu einem weiteren Massaker.

Arturo arbeitet eine neue Verfassung aus. Die Verfassung setzt den Präsidenten über das Parlament und setzt damit die Abschaffung der Demokratie rechtlich um. Gleichzeitig wird eine Zentralbank errichtet. Parallel versucht Arturo die Wirtschaft anzukurbeln, in dem er eine Laissez faire Politik des Liberalismus betreibt, heute würde man das Neoliberalismus nennen. Das kann in einer Krisensituation, die durch ein Phänomen außerhalb Chiles (Kunstdünger) ausgelöst wurde nicht funktionieren. Daher droht im Frühling (Südhalbkugel) ein neuer Putsch, dem Arturo mit seinem Rücktritt zuvor kommt. Er wird noch einmal Präsident werden.