Chile

Chile 1925

Arturo Alessandri Palma 1925:

Alessandri Ulk (1932) [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alessandri_Ulk_%281932%29.jpg

Er wird zurückgeholt um dem Putsch einen legalen Anschein zu geben. Dies ist notwendig, da die Kämpfe in Chile weitergehen. Noch hat das Militär die Linken und Aufständischen nicht wirklich dezimiert. Leider kommt es nicht zu einem Sieg der Linken und damit zum Aufbau einer Räterepublik, da die linken Kräfte zu schwach und unorganisiert sind. In der Provinz Antofagasta kommt es zu einem Streik der Minenarbeiter. Während des Streiks wird der britische Besitzer der Mine, der bekannt dafür ist die Arbeiter zu schlagen, Tod aufgefunden. Ein bolivischer Arbeiter wird des Mordes verdächtigt und durch die Polizei ohne Prozess hingerichtet. Daraufhin geht die Gewerkschaftsführung davon aus, dass weitere Repressionen drohen und sie treffen Vorkehrungsmaßnahmen. So werden die Eisenbahnschienen gesprengt um die Ankunft von Soldaten und Streikbrechern zu verhindern. Es kommen trotzdem 40 Soldaten. Diese werden mit Dynamit beschmissen und ihnen ihre Gewehre abgenommen. Nun wird der ganze Ort bewaffnet. Die Arbeiter bilden einen Rat und diskutieren ob sie sich ergeben oder mit anderen Arbeitern der Region zusammenschließen und die Revolution beginnen sollen. Bevor eine Entscheidung gefallen ist, kommt eine zweite Division und stellt mitten in der Nacht Maschinengewehre im Ort auf und tötet jeden den sie vor den Lauf bekommen, darunter auch Kinder. Die Arbeiter verteidigen sich und können 64 Soldaten töten. Wie viele von den Ortsbewohnern sterben, ist unklar, es wird von mindestens 500 Toten ausgegangen. Wer überlebt flieht in die Berge. Dort kommt es zwei Monate später zu einem weiteren Massaker.

Arturo arbeitet eine neue Verfassung aus. Die Verfassung setzt den Präsidenten über das Parlament und setzt damit die Abschaffung der Demokratie rechtlich um. Gleichzeitig wird eine Zentralbank errichtet. Parallel versucht Arturo die Wirtschaft anzukurbeln, in dem er eine Laissez faire Politik des Liberalismus betreibt, heute würde man das Neoliberalismus nennen. Das kann in einer Krisensituation, die durch ein Phänomen außerhalb Chiles (Kunstdünger) ausgelöst wurde nicht funktionieren. Daher droht im Frühling (Südhalbkugel) ein neuer Putsch, dem Arturo mit seinem Rücktritt zuvor kommt. Er wird noch einmal Präsident werden.

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