Chile

Chile 1920 – 1924

Arturo Alessandri Palma 1920 – 1924:

Alessandri Ulk (1932) [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alessandri_Ulk_%281932%29.jpg

Die Wahl dieses langjährigen Oppositionsführer der Demokraten war mit viel Hoffnung verbunden. Sollte doch die Kirche nach mexicanischem Vorbild zurückgedrängt und ein Sozialsystem eingeführt werden.

Tja, wurde nichts draus. Im Februar 1921 bricht der Salpeterpreis mal wieder zusammen. Diesmal endgültig, weil man künstlichen Dünger erfunden hat. Chile stürzt in die bisher größte Krise seiner Geschichte.

Eine Streikwelle der Minenarbeiter durchzieht das Land. Alessandri reagiert wie seine Vorgänger.

Daraufhin brechen Gewerkschaften und Sozialisten mit ihm. Konsequenterweise schließen sich die Sozialisten dann den Komintern an und nennen sich in KP um.

Im Parlament hat Alessandri auch keine Unterstützung. Aufgrund seines demokratischen Wahlprogramms sind Konservative und Militär gegen ihn und boykottieren jede Reform. Als Alessandri versucht wenigstens eine Steuerreform durchzusetzen indem er sie mit einer Diätenerhöhung um 500% verbindet, stürmt das Militär am 3.September 1924 das Parlament.

Es werden Barrikaden gebaut und der Präsidentenpalast belagert. Zusätzlich bildet sich um den Faschisten Ibáñez ein Militärkomitee, das den Rücktritt Alessandris fordert. Sie drohen mit einem Massaker und der Präsident tritt dann auch tatsächlich zurück. Die Militärs übernehmen somit in Gestalt des Generals Altamirano am 11.September (!) die Macht.

Ironischerweise konnte die Unterstützung der Soldaten gegen Alessandri auch deshalb gewonnen werden, weil dieser eine Solderhöhung gegen die Konservativen nicht durchsetzen konnte.

Alessandri geht ins Exil. Er wird aber zurückkehren.

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