Chile

Chile 1901 – 1906

Germán Riesco Errázuriz 1901 – 1906:

Germán Riesco Errázuriz (2) [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Germ%C3%A1n_Riesco_Err%C3%A1zuriz_%282%29.jpg

Nun kommen die Liberalen an die Macht. Riesco reformiert das Bildungs- und Rechtsystem. Außerdem wird Chile zu einem säkularem Staat. Zivilehe, Weiterführende Schule für Mädchen und Trennung von Kirche und Strafrecht sind der Inhalt der Reformen.

Chile stürzt aber in eine Inflationskrise. Es geht hierbei um die nach dem Krieg gegen Bolivien zu Chile gekommen Kupfer- und Salpetervorkommen. Hier wird sehr viel investiert und spekuliert und es bildet sich eine Blase. Diese platzt nun während der Amtszeit von Riesco und als Folge bricht die Währung zusammen.

Die erste Folge ist, dass die Lebensmittelpreise für die Arbeiter nicht mehr zu bezahlen sind.

Es kommt zum Aufstand, der eine Zeit der heftigen klassenkämpferischen Unruhen einleitet, die im Grunde bis zum Zweiten Weltkrieg andauert. Es gibt große Streiks im Bergbau, Eisenbahnverkehr, Polizei, Müllabfuhr und in anderen Bereichen.

Auf die Streiks wird gewaltsam reagiert. Die US-Investoren sind nicht kompromissbereit und zwingen die chilenische Regierung zu dem harten Vorgehen gegen die Arbeiter mit der Drohung das Land zu verlassen. 1905 kommt es in Santiago zu der „Roten Woche“. Die Lebensmittelpreise sind aufgrund der Inflation so gestiegen, dass Tausende Arbeiter hungerten. Sie rufen den Fleisch-Streik aus und nachdem einige Tage Streik ohne Folge bleiben, marschieren die Arbeiter in Richtung Präsidentenpalast. 40.000 Demonstranten beteiligen sich und das Militär richtet ein Massaker an. Es sterben mindestens 300 Menschen. Das gleiche wiederholt sich 4 Monate später in Antofagasta, der Salpeterprovinz im Norden Chiles. Ein Generalstreik wird mit dem Tod von ca. 200 Menschen beendet. Aber auch das bricht der Arbeiterbewegung noch nicht endgültig das Genick.

Ansonsten werden noch die letzten Streitigkeiten mit Argentinien über die Aufteilung der bolivianischen Beute ausgeräumt und sich auf einen Grenzverlauf geeinigt, der bis heute bestand hat. Zudem möchte Riesco die Antarktis besiedeln. Es bleibt aber bei dem Wunsch.

Am Ende seiner Amtszeit zerstört ein Erdbeben und ein Tsunami Valparadiso in der Nähe von Santiago vollständig. Die Aufbauarbeiten überlässt Riesco seinem Nachfolger.

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