Bhutan

Bhutan

Es war einmal ein kleines Königreich in den Bergen mit einem guten König. Die Menschen lebten glücklich und frei von allem Ungemach in der Welt in ewiger Einheit untereinander und mit der Natur. Doch die ewige Ordnung der Dinge wurde bedroht von bösen Menschen mit gelben Gesichtern, Gewehren und roten Fahnen. Im Nachbarreich haben sie schon die Herrschaft des materialistischen Unglücks etabliert. Nun musste man sich wappnen und führte neuartige Dinge ein. So wurden Texte veröffentlicht, in denen stand was den Menschen erlaubt sei und was nicht. Diese Texte wurden von den Menschen nicht verstanden, gibt es doch schon die ewige unabänderliche Ordnung, die erklärt wie sich ein Mensch zu verhalten hat, um zu Glück und Zufriedenheit zu gelangen. Glücklicherweise sandten freundliche Länder Experten, die erklärten wie diese „Gesetze“ genannten Texte zu verstehen seien, dass sie nämlich im Einklang mit der ewigen Ordnung stehen, diese nur in den heutigen wirren und gefährlichen Zeiten absichern soll. Man verstand es nicht so richtig, jedoch fügte man sich, denn was der weise und gute König für gut befunden, soll nicht in Frage gestellt werden.
Später kamen weitere Gefahren auf für das kleine wackere Königreich. Die aus dem freundlichen Ausland gesandten Experten haben nicht nur erklärt und geholfen, sie führten auch fremde und bislang unbekannte Sitten und Bräuche und auch Dinge ein. Würzig riechende Kräuter, die angezündet wurden um einen weißlichen Rauch einzuatmen etwa, manche behaupten sogar dass diese Kräuter einen Menschen vorübergehend in einen Zustand der Ekstase versetzen. „Bedroht dies nicht die ewige Ordnung?“ Fragten sich die Menschen, und der gute und weise König befand es ebenso und verbot das „Rauchen“. Hier nun verstanden die Menschen, vielleicht zum ersten mal, was es mit dem Schutz der ewigen Ordnung durch „Gesetze“ auf sich hat. Doch es drohten weitere Gefahren. Im bekannten, verfeindeten, aber ebenfalls unter ewiger Ordnung stehenden Ausland hatten die bösen gelben bewaffneten Menschen mit den roten Fahnen die ewige Ordnung durch das Sähen von Zwietracht in einen großen inneren Krieg gestürzt. Dies war eine große Gefahr für das kleine wackere Königreich, weil viele Menschen aus diesem Ausland dort lebten und auch diese von dem Zwietracht befasst waren. Dem guten und weisen König blieb nichts anderes übrig, als sie des Landes zu verweisen. Dies allerdings schützt die ewige Ordnung des Königreich und so hält sie an. Im weit entfernten, durch und durch vom Materialismus zerstörten und daher vom Unglück gezeichneten Ausland ruft dies bei einigen intelligenten Männern den Wunsch hervor dem Beispiel Folge zu leisten, wie folgende Strophe aus einem Lied von Ludwig Hirsch zeigt:
Ich hab’s wollen wissen und ich bin auf’n Berg Aufegstiegen
Ganz hoch rauf mitten auf’n Gipfel Hab ich mich gstellt.
Und auf einmal da war da unten alles so Lächerlich klein
Und ich war plötzlich der höchste Punkt der Welt
Und auf einmal da is mir ins Hirn einegfahren
Es ist doch meine Meinung die wirklich zählt!

  1. Gongsa Ugyen Wangchuck 1882/1907 – 1926
  2. Jigme Wangchuck  1926 – 1952
  3. Jigme Dorji Wangchuck 1952 – 1972
  4. Jigme Singye Wangchuck 1972 – 2006
  5. Jigme Khesar Namgyel Wangchuck seit 2006

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