Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Eleftherios Venizelos Ελευθέριος Βενιζέλος 1924:

By Photoprint copyrighted by Harris & Ewing (No known restrictions on publication) [Public domain] via Wikimedia Commons, http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3A%CE%95%CE%BB%CE%B5%CF%85%CE%B8%CE

Der König ist verjagt und der große Unabhängigkeitskämpfer in britischem Sold kommt zurück und übernimmt die Regierung. Jetzt müsste sich die Republik eigentlich konstituieren; Eine Verfassung gemacht, die Adeligen enteignet, die Kirche entmachtet, Gewerkschaften legalisiert, allgemeines Wahlrecht eingeführt, den Frauen das Bürgerrecht gegeben werden und ähnliche Dinge, die in den europäischen Republiken nach dem Ersten Weltkrieg so gemacht werden. Aber in Griechenland passiert das alles nicht. Es herrscht Chaos. Griechenland ist völlig überfordert mit der Niederlage in der Türkei, Flüchtlinge überströmen das Land, das Militär ist in Aufruhr und die Großmächte (vor allem das UK) erfüllen die Hoffnungen der Liberalen auf eine glorreiche Zukunft des freien und prosperierenden Handels auch nicht.

Venizelos übernimmt also die Regierung, findet eine völlig zersplitterte republikanische Bewegung vor und tritt nach einem Monat wieder zurück.

1928 wird Venizelos noch mal Ministerpräsident, als der er sich mit den Balkanstaaten und der Türkei aussöhnt, aber die Folgen der Weltwirtschaftskrise nicht abmildern kann. Nach der Wiedererrichtung der Monarchie 1935 muss Venizelos ins Exil nach Frankreich, wo er 1936 an einem Schlaganfall stirbt. Heute ist er der große historische Held der Konservativen. Sein Sohn ist 1944 im Exil und 1950 nach dem rechten Sieg im Bürgerkrieg Ministerpräsident. Der Flughafen von Athen ist nach Eleftherios Venizelos benannt.

Autor: Linus Deitermann

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>