Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Konstantinos Karamanlis Κωνσταντίνος Καραμανλής 1955 – 1963:

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Wir kommen zum größten Griechen aller Zeiten. So jedenfalls das Ergebnis einer Fernsehshow. Der General tritt aus dem Leben und aus der Politik und Konstantinos wird sein Nachfolger. Er gibt dem griechischen Staat ein bürgerliches liberaleres Gesicht. Während seine Amtszeit kommt es tatsächlich auch zu keinen größeren Massakern, weder an Kommunisten (es sind keine mehr da) noch an Nicht Griechen (gibt es nur im Ausland).Wichtigstes Ziel seiner Politik ist die Anbindung von Griechenland an Europa bei gleichzeitigem Ausbau der US-amerikanischen Militärpräsenz im Land. Dies gelingt recht gut. Griechenland wird an die Römischen Verträge assoziiert und entwickelt sich zum wichtigen NATO-Mitglied im Mittelmeerraum. Es gibt einen wirtschaftlichen Aufschwung. So kann Konstantinos die nächsten Wahlen für sich entscheiden.

So gestärkt beginnt er den Einfluss des Militärs zu beschränken. Es werden sogar kleine soziale Reformen durchgeführt, das Bildungssystem und die Gesundheitsversorgung verbessert. Dies stößt auf Widerstand von rechts. Die Monarchie verliert zeitgleich ihre Bedeutung als Statthalter für die Briten, da EU-Vorläufer und die USA die britische Rolle übernehmen. Es bildet sich eine faschistische Gegenbewegung mit Beziehungen in höchste royalistische Kreise. Auch die griechisch orthodoxe Kirche fürchtet zu recht, dass sich Griechenland ähnlich entwickelt wie das übrige Europa. Also hin zu einem teuflischen Säkularismus.

In dieser Situation beginnt sich eine neue linke Opposition zu bilden. Diese kommt diesmal nicht kommunistisch (da verboten) daher, sondern als pazifistische Friedensbewegung. Man hofft durch den Gewaltverzicht, auch die Gegengewalt besänftigen zu können. So werden Lichterketten und Mahnwachen durchgeführt und die Bewegung steigt zur größten Oppositionspartei auf. Die Bewegung ist offen antiamerikanisch, was zur Nervosität bei den US-Soldaten im Land führt. Aber die Taktik des Gewaltverzichts geht nicht auf. Als der charismatische Führer der Bewegung, Grigoris Lambrakis, in Thessaloniki eine Rede halten will, wird er beim Überqueren einer Straße von zwei Faschisten erschossen. Die Ermittlungen zu diesem Mord weisen auf Verbindungen der Attentäter zu höchsten militärischen und royalistischen Kreisen hin. Konstantinos versucht dies gegen das Militär zu instrumentalisieren und deren Einfluss zurückzudrängen. Gleichzeitig kommt es zu (nicht nur gewaltfreien) Demonstrationen im gesamten Land. Die Militärführung reagiert panisch und König Paul erzwingt den Rücktritt von Konstantinos und Neuwahlen. Diese kann Konstantinos nicht gewinnen. Aber er wird wieder kommen und seine Politik beenden können.

Autor: Markus

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