Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Georgios Papandreou Γεώργιος Παπανδρέου 1963 – 1965:

Γεώργιος Α. Παπανδρέου 1 [Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:%CE%93%CE%B5%CF%8E%CF%81%CE%B3%CE%B9%CE%BF%CF%82_%CE%91._%CE%A0%CE%B1%CF%80%CE%B1%CE%BD%CE%B4%CF%81%CE%AD%CE%BF%CF%85_1.jpg?uselang=de

Dies ist ein alter Vertrauter von Venizelos. Schon in den 20ern war er Minister, 1936 jagt ihn Metaxas aus dem Land, 1941 wird er Teil der Exilregierung in Kairo und kehrt als Unterstützer der britischen Machthaber zurück nach Griechenland. Wieder wird er Minister, kurzzeitig ist er auch Premierminister. Ab 1952 ist er in Opposition, mehrfach wird er durch Wahlfälschung an der Machtübernahme gehindert, 1963 ist es dann aber soweit. Die langjährigen großen Proteste der Linken, machen es möglich, dass Papandreou nun die Regierung bilden darf.Er verspricht ein umfassendes Reformprogramm. Säkularisierung, Sozialstaat, Lockerung der Zensur und vor allem eine Bildungsreform.

Es wird ihm schwer gemacht. Erstmal muss noch mal gewählt werden, weil der König mit dem Wahlergebnis nicht zufrieden war. Das Volk wählt aber noch mal den selben und so geht es dann 1964 tatsächlich los.

Eine Bildungsreform wird angegangen, begleitet von großen studentischen Protesten, die Papandreou unterstützen. Die Kirche ist außer sich, dass ihnen die Aufsicht über die Schulen genommen wird und sorgt gemeinsam mit der Monarchie, dem Militär und der rechten Opposition für mehrere Putschversuche und Massendemonstrationen gegen Papandreou. Es kommt zu Unruhen zwischen linken Studenten und dem aufgeheizten faschistischen Mob.

Der Bildungsminister und Sohn vom Regierungschef fordert in dieser Situation eine Radikalisierung des Regierungsprogramms. Verstaatlichung von Schlüsselindustrie, Aufbau eines Sozialsystems, Privatisierung der Kirche, Republik und Blockfreiheit sind die Forderungen. Unterstützung bekommt die Linke Griechenlands durch Jugoslawien. Tito sorgt dafür, dass Papandreou von der Universität von Belgrad der Ehrendoktor verliehen wird.

Es kommt nicht zu Reformen und damit nicht zu einem liberalen Griechenland. Die rechtsradikalen Monarchisten und Militärs behalten die absolute Macht. Es gelingt dem neuen jungen König mit Bestechungen, dass im Laufe der Zeit immer mehr Parlamentarier aus Papandreous Partei überlaufen und so verliert Papandreou 1965 die Mehrheit und muss zurücktreten. Er wird noch einmal eine Wahl gewinnen, aber das Militär wird den Regierungsantritt dann nicht mehr zulassen. Papandreou wird von den Obristen unter Hausarrest gestellt und stirbt 1968. Seine Beisetzung ist begleitet von großen antifaschistischen Protesten. Seinen Sohn und seinen Enkel werden wir hier noch behandeln.

Autor: Linus Deitermann

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