Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Konstantin II. Κωνσταντῖνος Βʹ 1964 – 1967:

King Constantine [Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:King_Constantine.jpg?uselang=de

Dies ist der bisher letzte König von Griechenland. Schon kurz nach seiner Krönung greift er in die Politik ein, als er für die Absetzung des liberalen Ministerpräsidenten sorgt. Dessen Vergehen war der Versuch die Militärführung zu entmachten. Er dachte er könnte dies tun, da es eben dieser Militärführung nicht gelungen war, einen Plot zur Tötung eines pazifistischen Oppositionsführer geheim zu halten. Konstantin gibt hiermit Wahlhilfe für die linke Opposition, die dann die nächsten Wahlen gewinnt. In der Folge wird Konstatin bis zuletzt erfolgreich verhindern, dass eine linke Rehierung ans Arbeiten kommt. Gleichzeitig radikalisiert sich das Militär vorallem in der zweiten Reihe unter den Obristen.

Konstantins Regentschaft steht unter der Schwierigkeit, dass der wichtigste Unterstützer der griechischen Krone das Vereinigte Königreich gerade am Tiefpunkt seiner Macht angekommen ist und daher keine Rolle mehr spielt. Die stärkeren europäischen Kräfte (Deutschland und Frankreich setzen auf die liberalen Kräfte, für die Zukunft eine gute Wahl, aber Ende der sechziger Jahre noch keine Durchsetzungskraft) die USA unterstützen direkt die rechte Kräfte und das Militär. So kann sich Konstatin nur auf die überalterte Armeeführung stützen. Eine Einigung der liberalen und sozialdemokratischen Kräfte auf eine bürgerliche Demokratie wäre das Ende für den König. Also muss er diese Einigung verhindern. Hier besteht eine Interessenübereinstimmung mit den USA, die wissen eine bürgerliche Demokratie würde den Schulterschluss mit den europäischen Mächten vornehmen. In dieser Konstellation wächste die radikale Rechte und die Demokratie verkommt zur Farce. Konstantin ist in dieser Zeit direkt verantwortlich für die Ermordung und Unterdrückung von parlamentarischen Oppositionellen, Gewerkschaftern und anderen. Schließlich wird der griechischen Elite klar, dass das Verhindern der bürgerlichen Demokratie, die radikale Linke so stark gemacht hat, dass trotz der erheblichen Bemühungen in den vierziger Jahren schon wieder ein Sieg der Linken droht. Also müssen wieder die Faschisten gerufen werden. Hier herrscht auch Einigkeit zwischen den USA und den europäischen Kräften, da die radikale Linke beide entmachten würde.

Nur Konstantin braucht jetzt keiner mehr. Daher ist es nicht überraschend, dass er und die alten Generäle von den Putschisten sofort entmachtet werden.

Die Faschisten räumen in Griechenland auf und auch für den Aufbau von Massentourismus ist es hilfreich, wenn Küstengrundstücke enteignet und Hotelburgen per Sklavenarbeit errichtet werden.

Als die Verbrechen der Faschisten nicht mehr legitimierbar sind und auf Zypern alles total schief geht, müssen die Faschisten wieder gehen. Die Liberalen kommen an die Macht und schaffen die Monarchie entgültig ab.

Seitdem sitzt Konstantin in England und mault. Für die Heiligsprechung durch die Orthodoxe Kirche muss er erst noch sterben.

Autor: Markus

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