Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Giorgos Athanasiadis-Novas Γιώργος Αθανασιάδης-Νόβας 1965:

Auch dieser Jurist muss vor Metaxas ins Exil fliehen. Anders als der Sozialdemokrat aber, ist Athanasiadis kein Antifaschist und verbringt die Zeit der Besatzung in Griechenland. 1945 geht er wieder ins Ausland, als sich aber herausstellt dass Kollaboration in Griechenland nicht bestraft wird, kehrt er zurück und wird Minister.

Da die linken Organisationen und Parteien alle zerschlagen sind, schließt das Bündnis, dass Papandreou hinter sich sammelt leider auch Leute wie Athanasiadis mit ein. Dies ist eine große Schwäche der ersten demokratischen Regierung Griechenlands und ist eine der wesentlichen Ursachen für das Scheitern. Athanasiadis lässt sich vom König kaufen und versucht eine Übergangsregierung zu bilden. Das gelingt ihm nicht und so versucht es nach gut einem Monat ein Anderer.

Athanasiadis bleibt Teil der Regierung bis zum Putsch. Während der Militärdiktatur ist ihm politische Betätigung verboten, er ist dann aber 1974 einer der wichtigen Organisatoren der Gründung der Dritten Republik, wieder ist er also beteiligt bei der Verhinderung einer linken Regierung. Er übernimmt keine Ämter mehr. 1987 stirbt er.

Autor: Linus Deitermann
Griechenland (Monarchie)

Stephanos Stephanopoulos Στέφανος Στεφανόπουλος 1965 – 1966:

Dies ist nun kein ausgekaufter ehemaliger Teil der Papandreouregierung, sondern ein königstreuer. Ihm gelingt es nun eine Regierung zu bilden und vom Parlament bestätigen zu lassen.

Das Volk ist derweil in Aufruhr, man fordert Demokratie und soziale Reformen. Die Bergleute treten in einen unbefristeten Streik, die Athener Studenten demonstrieren. Stephanopoulos reagiert hierauf mit Gewalt. Polizei und Militär knüppeln die Streikenden und Demonstranten nieder, aber Griechenland kommt trotzdem nicht zur Ruhe. Auch gibt es einen Schauprozess gegen linke Militärangehörige, die Demokratisierung des Staats und Humanisierung des Militärwesens (etwa Aufhebung der Prügelstrafe) fordern.

Stephanopoulos ist nicht in der Lage bei Aufrechterhaltung der formalen Demokratie das Land unter Kontrolle zu halten, er hat aber auch nicht die Kraft zur Errichtung einer offenen Diktatur und so tritt er im Dezember 1966 zurück. Es gibt somit wieder eine Interimsregierung, man will es noch mal mit Wahlen versuchen. Damit scheint die Hauptforderung Papandreous erfüllt.

Stephanopoulos Karriere endet mit seinem Rücktritt. Die Militärdiktatur überlebt er unbeschadet, er stirbt 1982 in Athen.

Autor: Linus Deitermann

 

Griechenland (Monarchie)

Panagiotis Kanellopoulos Παναγιώτης Κανελλόπουλος 1967:

Dieser Berufspolitiker war schon in vielen Regierungen vertreten, einschließlich der Exilregierung in Kairo und in der Regierung unter dem Popen.Im Jahre 1967 ist den Royalisten klar, dass bei Aufrechterhaltung der Demokratie eine weitere Regierung von Papandreou nicht verhindert werden kann. Papandreou hatte gerade die dritte Wahl nach seiner Absetzung durch den König gewonnen. Trotz schon starker Repressionen gehen die Streiks und die Demonstrationen weiter.
Ioannis Paraskevopoulos veranstaltet 1966 die Wahlen, der Falsche gewinnt und er muss gehen. Nun gibt es einen Patt zwischen Parlament und König, da die Mehrheit im Parlament nach Meinung des Königs den Ministerpräsidenten nicht stellen darf. Kanellopoulos ist der letzte Kompromisskandidat, da König und Generäle vor einem Putsch noch zurückschrecken. Da handeln nach 18 Tagen die Obristen. Sie sperren die Generäle ein, setzen Kanellopoulos ab und sorgen für die Verhaftung von Zehntausenden. Die Demokratie ist beendet.

Kanellopulos überlebt die Militärdiktatur unbeschadet, schafft es aber danach nicht mehr in ein Amt gewählt zu werden.

Autor: Markus

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