Griechenland

Griechenland

Faidon Gizikis Φαίδων Γκιζίκης 1973 – 1974:

Dies ist einer der Obristen, die den Staatsstreich ausführen. Als 1973 das Massaker an den Studenten Ionnidis die Möglichkeit der Machtübernahme gibt, ernennt dieser Gizikis zum Präsidenten. Gizikis hat keinerlei Macht, aber augenscheinlich spricht er mit den westlichen Verbündeten und hört auf diese. Sowohl die USA, als auch die sich gerade findende EG will kein Griechenland, dass Kriege mit der Türkei führt und kein Griechenland, dass nach einem Sieg über die Diktatur möglicherweise neutral, blockfrei, sozialistisch oder noch schlimmer wird. Die Diktatur muss also weg, aber leise und nicht durch eine Volksaufstand. Da die Briten nicht mehr die Handlungshoheit über Griechenland haben, wird hierfür nicht der König reaktiviert. Das wohl endgültige Ende der Monarchie. Gizikis kann es aber auch. Nach dem Desaster auf Zypern erklärt er die Demokratie wieder einführen zu wollen und lässt Ionnidis verhaften und anklagen. Natürlich fragt er jetzt nicht das Volk, wie es weiter gehen soll, sondern “Experten”. Diese empfehlen den liberalen, damals vom König geschassten Karamanlis wieder zu holen. Dieser ist seit 1963 im Exil im Paris und hat so gute Kontakte zur französischen Regierung, dass er mit der französischen Präsidentenmaschine nach Athen geflogen wird. Ein eindeutiger Sieg der EG. Der Rest ist wie üblich. Gizikis organisiert Wahlen und Karamanlis gewinnt sie. Gizikis bleibt dann noch eine Weile im Amt bis ein neuer Präsident gefunden wird. Es ist einer der Experten.

Gizikis wird nie für irgendwelche Verbrechen der Junta zur Verantwortung gezogen. Eine Anklage gegen ihn wird zurückgezogen. So kann er hoch geehrt im Alter sterben.

Autor: Markus

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