Griechenland

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Tzannis Tzannetakis Τζαννής Τζαννετάκης 1989:

Tzannetakis1990 [GNU Free Documentation License] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tzannetakis1990.jpg

Dies ist ein Marineoffizier (links im Bild), der den Putsch 1967 nicht unterstützt und daher zunächst im Gefängnis und dann im Exil ist. Nach dem unspektakulären Ende der Diktatur und dem Aufbau des Tourismus kehrt Tzannis nach Griechenland zurück, tritt der ND bei und wird Tourismusminister. Als solcher trägt er wesentlich dazu bei, dass nicht alle Errungenschaften der Diktatur rückgängig gemacht werden. Es folgen Jahre in der Opposition. Bei den ersten Wahlen 1989 gelingt es keiner der beiden großen Parteien eine Mehrheit zu erlangen. Dazu ist ein Linksbündnis zu stark, dem auch die Kommunistische Partei angehört. Die ND ist die stärkste Fraktion, aber der Vorsitzende der ND hat keine Lust mit dem linken Gesocks zu koalieren. Daher darf Tzannis ran. Er bildet tatsächlich im Juli eine Regierung mit dem Linksbündnis. Es geht sogar recht gut los. Es wird eine Kommission gegen Korruption von Politikern gebildet, die schon im ersten Monat die Aufhebung der Immunität fast aller Mitglieder der Vorgängerregierung, einschließlich des ehemaligen Ministerpräsidenten fordert. Auch neoliberale Vorstellungen wie die Zulassung von privaten Fernsehsendern werden durchgesetzt. Die Koalition war von vornherein zeitlich stark begrenzt und diente im wesentlichen dem Aufbau des Anti-Korruptions-Komitees. Daher wird schon im Oktober neu gewählt. Danach ist Tzannis zwar immer noch Minister aber nicht mehr Ministerpräsident.

Autor: Markus

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