Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Konstantin I. Κωνσταντῖνος Α 1913 – 1917:

Painting of King Constantine I of Greece by Georges Scott [Public Domain] http://en.wikipedia.org/wiki/File:King_Constantine_I_of_Greece,_by_Georges_Scott.png

Dies ist der Sohn seines Vaters. Nach einem Studium im von seinem Schwager regierten Deutschland macht er Karriere im Militär. 1890 wird er Oberbefehlshaber der griechischen Armee.

Als dieser erlebt er die gescheiterte Revolution von 1908/09. Die soziale Lage ist katastrophal, der Staat ist gedrückt von der Schuldenlast, Gewerkschaften und Oppositionsparteien werden unterdrückt. Sozialistische und republikanische Gruppen erhalten so Zulauf. In dieser Situation putschen einige Militärs, was von der Bevölkerung unterstützt wird. Es kommt nicht zur Republik und auch nicht zur Wahl einer Verfassungsgebenden Versammlung, allerdings werden Neuwahlen durchgeführt und mit Venizelos kommt ein Premierminister ins Amt, der ein Reformprogramm verfolgt, das im Wesentlichen das Ziel hat durch Zugeständnisse grundlegende Veränderungen zu verhindern und gleichzeitig Griechenland in der Anbindung an die Westmächte zu halten. Kinderarbeit und Nachtarbeit für Frauen wird verboten, ein Mindestlohn eingeführt, Gewerkschaften legalisiert und eine vierjährige Schulpflicht eingeführt. Zudem wird eine kleine Landreform durchgeführt. Bevor Venizelos weiter gehen kann, bricht der Erste Balkankrieg aus. Georg und Konstantin sorgen für ein Bündnis mit Bulgarien gegen das Osmanische Reich. Griechenland holt sich Gebiete im Süden von Albanien und Mazedonien, Richtung Osten überlässt die Monarchie Bulgarien die Kämpfe gegen die Osmanen. Bulgarische Truppen vertreiben die Osmanen aus Thessaloniki und setzen sich dort fest. So ist nun Thessaloniki von den Osmanen befreit, aber nicht griechisch. Venizelos wollte den Krieg nicht in Mazedonien, sondern weiter im Osten führen und wird nun durch die Entwicklung bestätigt. In dieser Situation fällt Georg einem Attentat zum Opfer und Konstantin besteigt den Thron.

Griechenland ist jetzt treibende Kraft im Zweiten Balkankrieg, der gegen Bulgarien gerichtet ist. Griechenland verbündet sich mit Serbien und Rumänien und schlägt Bulgarien zurück. Thessaloniki wird so griechisch. Die Gewinne aus dem ersten Krieg bleiben auch bestehen und so fehlt den Griechen in ihrem Einigungsprozess nur noch Zypern. Das ist aber britisch und so muss man sich zufrieden geben. Denn weder Bulgarien, noch das Osmanische Reich ist bereit die Verluste zu akzeptieren und ohne Unterstützung durch einen der großen Kreditgeber droht man alles wieder zu verlieren. Nun wird in Sarajevo ein Adeliger getötet, woraufhin der Weltkrieg beginnt.

Konstantin sympathisiert eigentlich mit dem Deutschen Reich, ein Eintritt in den Krieg auf Seiten der Mittelmächte ist aber wegen dem Osmanischen Reich ausgeschlossen. Daher tritt er für die Neutralität ein. Venizelos hingegen will unter allen Umständen den Eintritt in den Krieg auf Seiten der Alliierten.

Österreich, Italien und Bulgarien sind erfolgreich auf dem Balkan und in der Lage bis zur griechischen Grenze vorzustoßen. Die Alliierten sind zu Konzessionen bereit und wollen Thessaloniki an Bulgarien abtreten. Venizelos ist dazu bereit um dem Krieg auf Seiten der Alliierten beizutreten. Konstantin aber will die Neutralität wahren. 1916 gelingt es Konstantin Venizelos zum Rücktritt zu zwingen. Mazedonien wird daraufhin ohne Widerstand durch die griechische Armee von den Mittelmächten besetzt. Dies führt zu großen Protesten im ganzen Land, die sich zu einem Bürgerkrieg ausweiten. Venizelos bildet eine „revolutionäre Gegenregierung“ in Thessaloniki, die den Mittelmächten den Krieg erklärt. Konstantin sucht Hilfe beim Deutschen Reich, bekommt sie aber nicht und muss aus Griechenland fliehen. Er ist bis 1920 in der Schweiz, dann kehrt er auf den Thron zurück.

Autor: Linus Deitermann

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