Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Alexandros I. Ἀλέξανδρος Α 1917 – 1920:

See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons, http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAlexander_I_of_Greece.png

Dies ist der erste König, der sich auf eine gewisse Beliebtheit beim griechischen Volk stützen kann. Er ist der zweite Sohn von Konstantin und wird König, nachdem Konstantin und Prinz Georg das Land wegen zu großer Unterstützung der Mittelmächte verlassen mussten.

Die Balkanstrategie der Alliierten im Ersten Weltkrieg geht von Anfang an nicht auf. Zunächst versucht man das Osmanische Reich und die dort herrschenden Jungtürken zu besiegen. Aber in der Schlacht von Gallipoli gelingt es den Jungtürken nicht nur die Besetzung von Istanbul zu verhindern und die Armeen von Australien und Neuseeland um mehr als die Hälfte zu dezimieren, sondern auch die Nation im Kampf gegen die westlichen Verbündeten zu vereinigen. Konstantin steht zwischen diesen Ereignissen. Zum einen steht er hinter der Eroberung Istanbuls, zum anderen ist er seinem Vetter aus Deutschland verpflichtet, der ihm die Souveränität über Griechenland sichert. Deutsche Truppen haben keine Chance in den Balkankonflikt einzugreifen, sodass dies ein relativ schlechter Verbündeter ist. Daher ist den Alliierten das Verhalten Konstantins zunächst relativ egal, zumal die nationalen Kräfte und die Gegenregierung auf ihrer Seite stehen.

1917 ist dann schon relativ klar, dass die Mittelmächte den Krieg nicht gewinnen können. Daher denken sowohl die Nationalisten als auch die Alliierten daran nun endlich Konstantin loszuwerden. Mit Alexander, der sich in Alexandros umbenennt, gelingt der Coup die Monarchie zu retten. Alexander ist mit einer Griechin verheiratet und ist schon von daher volksnäher. Er unterstützt die Nationale Bewegung und übernimmt deren Forderungen. Somit ist er als Oberster Befehlshaber auch für den griechisch-türkischen Krieg verantwortlich mit den dortigen Massakern. Seine Darstellung als wahrhaft griechischer König lässt er sich auch nicht durch eigene politische Vorstellungen verwässern.

Unter ihm gelingt es bei den Friedenskonferenzen in dem Vorort bei Paris für Griechenland die größte Ausdehnung seiner bisherigen modernen Geschichte zu verhandeln. (Wobei auch hier Verhandlungsergebnis und Realität eine gewisse Konkurrenz aufweisen.)

1920 stirbt er überraschend, weil er von seinem Lieblingsaffen gebissen wird.

Seitdem ist er eine Ikone der griechischen Royalisten und das Paradebeispiel für den guten König, der kommt und Griechenland retten wird.

Autor: Markus

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>