Griechenland

Griechenland (Monarchie)

Stylianos Gonatas Στυλιανός Γονατάς 1922 – 1924:

Stylianos Gonatas [public domain] http://en.wikipedia.org/wiki/File:Stylianos_Gonatas,_1922.png

Gonatas hatte zum Zeitpunkt der Niederlage gegen die Türken in Kleinasien eine normale Militärkarriere hinter sich. Die Evakuierung verschlägt ihn nach Lesbos. Dort übernimmt er mit Gleichgesinnten die Kontrolle. Auch Thessaloniki und Chios fallen in die Hände der Putschisten. Der Aufstand richtet sich zwar formal gegen die Monarchie, ist aber eine nationale Befreiungsbewegung, die den ausländischen Einfluss, hauptsächlich durch die Engländer brechen will. Vorbild ist die Politik Venizelos. Gonatas gründet einen nationalen Revolutionsrat, der Forderungen an den König in Athen formuliert. Dieses Papier wird per Flugzeug nach Athen verbracht und löst den Aufstand in der Stadt und bei der griechischen Marine aus. Der König verliert schnell jegliche Kontrollmöglichkeit. Am 28. September 1922 zieht Gonatas zusammen mit Nikolaos Plastiras, dem Vorsitzenden des revolutionären Komitees von Chios, triumphal in Athen ein. Es gibt ein großes Fest. Gonatas und Plastiras bilden ein revolutionäres Komitee, dass nun die Kontrolle über Griechenland ausübt.

Nach dem Wechsel des Königs ist die wichtigste Forderung die Wahl einer verfassungsgebenden Versammlung. Im Vorfeld dieser Wahl bringt das revolutionäre Komitee Royalisten zur Anklage, um deren Macht zu brechen. Das Vereinigte Königreich protestiert gegen diese “Hexenjagd”. Die Briten versuchen nun direkt einen Prozess wegen Hochverrats gegen 6 Royalisten zu beeinflussen. Teile des revolutionären Komitee sind bereit auf die Forderungen der Briten einzugehen, aber Gonatas kann sich durchsetzen und das Komitee radikalisiert sich, um jeglichen ausländischen Einfluss zu verhindern.

Gonatas selbst wird Premierminister. In der verfassungsgebenden Versammlung erreichen die Liberalen eine große Mehrheit. Gonatas und Plastiras behalten solange die Macht bis ihr großes Vorbild Venizelos nach Griechenland zurückkehrt. Ein Fehler, wie sich herausstellt.

Autor: Markus

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