Estland

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Konstantin Päts 1923 – 1924:

Konstantin Pats 1934 [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Konstantin_Pats_1934.jpg

Ja, den kennen wir schon. Und die Arbeiterpartei stützt die Rechtsregierung wieder um sie nach weniger als zwei Jahren wieder zu stürzen. Warum die Arbeiterpartei immer noch genug Stimmen bekommt um im Parlament vertreten zu sein, ist vollkommen unverständlich.Währenddessen platzt die Blase, was aber durch hereingepumptes Geld aus dem Ausland ausgeglichen werden kann. Danach geht alles weiter wie bislang, der Crash kann also kommen.

Päts tritt nach dem erneuten Scheitern der Koalition mit der Arbeiterpartei von allen Ämtern zurück und kehrt erst in den 30ern auf die politische Bühne zurück.

Autor: Linus Deitermann
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Friedrich Karl Akel 1924:

Friedrich Akel [public domain] http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Friedrich_Akel.jpg?uselang=de

Und wieder ein kirchlich engagierter Erfolgreicher aus dem Zarenreich. Seit 1912 hat er eine Augenklinik und glaubt wahrscheinlich wirklich an die göttliche Ordnung der Dinge. Da sind die gottlosen Ereignisse von 1917 schon ein Schock. Natürlich war er Mitglied im ersten Parlament und danach Botschafter. Ach ja und auch Außenminister. Als Päts mal wieder Strandman vergrault, versucht Akel es mal wieder mit einer Minderheitsregierung. Es steigt die Anzahl der Menschen in der estnischen Gesellschaft, denen auffällt, dass in ihrer Demokratie nicht die Mehrheit entscheidet und das Geld irgendwie nur an wenige fließt. Daher versucht am 1. Dezember 1924 Jaan Anvelt wieder den kommunistischen Aufstand. Und das kam so.Nachdem es in Hamburg und Bulgarien zu zwar erfolglosen aber die Bürgerlichen doch erschreckenden kommunistischen Aufständen gekommen war, beschließt die estnische Regierung (oder die Regierungen) das Problem der Komintern aktiv anzugehen. Die Kommunistische Partei wird verboten und 149 Funktionsträger eingesperrt. Es folgt der längste Prozess der jungen estnischen Geschichte. Das Ende des Prozesses fällt in den November 1924. 39 der Anklagten werden wegen Hochverrat zum Tode, der Rest zu langen Zuchthausstrafen verurteilt. Nur sieben werden freigesprochen. Das erste Todesurteil wird am 14.November vollstreckt. In dieser Situation glaubt die Untergrundspartei die Massen mobilisieren zu können. Das gelingt nicht. Aber ein Kommunist kämpft für zwei, wie sich an den offiziellen Zahlen ablesen lässt: 279 wagen den Aufstand, 125 werden getötet und ca. 500 festgenommen. Eine andere mögliche Erklärung für diese Zahlen und die Tatsache, das nur 25 Mitglieder der Regierungstruppen sterben, ist dass die Polizei nach Niederschlagung des Putsches noch tagelang wahllos angebliche Kommunisten erschießt oder verhaftet.

Nach der Niederschlagung braucht auch Akel niemand mehr und er tritt zurück.

Autor: Markus

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