Estland

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Tiit Vähi 1995 – 1997:

Da haben wir ihn wieder den Vater der estnischen Krone. Nachdem er den Rubel gegen die D-Mark ausgetauscht hat und die ehemals sowjetischen Verkehrsbetriebe privatisiert hat mit der Folge, dass sie nicht mehr funktionieren aber dafür jetzt wesentlich mehr kosten, wird seine Partei aus Dankbarkeit in den Wahlen 1995 die stärkste Kraft und Tiit kann wieder Ministerpräsident werden. Allerdings nur von einer Koalitionsregierung, die nach wenigen Monaten wieder zerbricht. Er formt eine weitere Koalitionsregierung mit einer anderen Partei, die dann 12 Monate durchhält. Nun formt er eine Regierung ausschließlich aus Mitgliedern seiner eigenen Partei und regiert als Minderheitenregierung immerhin noch mal drei Monate. Jetzt gibt es ein Misstrauensvotum im Parlament, das er zwar gewinnt, aber drei Tage später auch auf Druck seiner eigenen Partei zurücktritt.

Trotz der schwierigen Regierungszeit setzt er den neoliberalen Kurs fort und nähert sich weiter der EU an. Immerhin geling es ihm mit Russland und Lettland die Grenze verbindlich zu klären.

Autor: Markus
Estland
Mart Siimann 1997 – 1999:
Siimann Mart.IMG 2960 [GNU Free Documentation License] Author: Avjoska http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Siimann_Mart.IMG_2960.JPG

Dies ist der Chef des estnischen Fernsehens von 1987 bis 1992, dann wechselt er in die Werbung. Siimann macht also Werbefilmchen bis er etwas überraschend Regierungschef wird. Als solcher hat er nicht viel zu tun. Finnen und Deutsche kontrollieren die privatisierte Wirtschaft und finden es ganz toll, dass die Regierung es gut findet, dass Estland von Experten modernisiert wird.Mit den Russen legt sich Siimann auch nicht an und so verläuft seine Regierungszeit völlig unspektakulär. Abgewählt wird er trotzdem.

Seit 2001 ist Siimann Chef des estnischen Olympischen Komitees.

Autor: Linus Deitermann

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