Estland

Estland
Mart Laar 1999 – 2002:
Mart Laar 2010 [Attribution-Share Alike 3.0 Unported] Author: European People’s Party http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mart_Laar_2010.jpg

Da haben wir ihn wieder, den estnischen Historiker. Mit einer sicheren Mehrheit im Rücken kann er nun Estland in die EU führen. Der Wirtschaftsexperte, der nach eigenen Angaben nur ein Buch über Ökonomie (Milton Friedman) gelesen hat, fährt einen so strengen neoliberalen Kurs, dass sogar der Internationale Währungsfond Bedenken anmeldet. Diese regen sich eher nicht über die Privatisierung oder die niedrigen Steuern auf, sondern darüber dass er Banken, die vor dem Bankrott stehen, in selbigen gehen lässt. Erstaunlicherweise bleibt in Estland die katastrophale Wirtschaftskrise, die in allen anderen Ländern ohne Milliarden Rettungspakete für durch eigene Schuld in Not geratene Banken unweigerlich gekommen wäre, ohne nähere Angabe von Gründen, aus. Estland nimmt nicht einmal an der späteren Bankenkrise teil. Auch die Finnen und Deutschen (und die anderen Europäer) können sich freuen, da Estland mittlerweile boomt. Trotz seines Spitznamens: Baltischer Tiger, wird Laar schließlich doch entsorgt. Estland soll schließlich in die EU, und da kann man Leute, die nicht alles tun, was der IWF will, nicht brauchen.Laar muss sich daher auf seine antikommunistischen Wurzeln besinnen und schreibt jetzt wieder Bücher über die Verbrechen des Kommunismus. Daneben gehört er mehreren NGO’s an, die sich für die Verbreitung der Demokratie stark machen, so z.B. das Komitee für eine Demokratisierung Cubas. Als Berater arbeitet Laar heute für die Regierungen von Georgien, Moldau und Mexiko. Er war auch tätig für Jugoslawien und die Ukraine aber diese Ländern sind seinen Ratschlägen wohl nicht gefolgt.

Autor: Markus

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>