Somalia

Somalia

Mohamed Abdi Mohamed محمد عبدي محمد seit 2011:

Dieser sich Gandhi nennende lange Zeit als Universitätsprofessor für Geschichte und Geologie in Frankreich tätige Autor einiger Bücher ist einer der zahlreichen Exilsomali, die nach 1991 zusammengekarrt werden um eine Regierung für Somalia zu bilden. Gandhi nimmt Teil an mehreren Konferenzen in Dschibuti und ist Teil von entsprechenden Kommissionen, etwa zur Kartegographierung des Landes oder dem Aufbau eines Medienwesens. Auch für Ärzte ohne Grenzen ist er tätig. 2009 wird Gandhi Minister in der „Übergangsregierung“. Diese „Regierung“ ist völlig erfolglos und Gandhi versucht deshalb sein Glück woanders. Kenia bietet ihm die Möglichkeit dazu ganz groß raus zu kommen. Der südliche Nachbarstaat hat schwer zu kämpfen mit dem Grenzgebiet zu Somalia und den hungernden Flüchtlingen, die in großer Zahl ins Land strömen. Eine zumindest halbwegs stabile Pufferzone zum Bürgerkriegsgebiet, wie sie Äthiopien mit den besetzten Ogaden und Dschibuti mit Somaliland hat, wäre da für Kenia eine gute Sache. Gandhi bietet sich an für Kenia so eine Pufferzone zu schaffen und ruft 2011 den Staat Azania, auch bekannt als Jubaland aus. Dieser Staat wird gestützt durch die kenianische Armee, bzw. Halliburton, wie wir schon wissen. Im September 2013 wird deshalb von Shabaab ein großer Terroranschlag in Nairobi auf ein Kaufhaus-Prachtbau durchgeführt, es ist aber wohl nicht davon auszugehen, dass dies die Kenianer aus Somalia vertreiben wird.

Gandhi tut sich derweil damit hervor wichtigtuerische Reden darüber zu halten, dass Somalia eigentlich gar nicht Somalia sondern Azania heißen sollte, weil dies der alte ägyptische Name sei und das alte Ägypten sei doch toll. Es handelt sich bei diesem also um eine hervorragende Figur um an ihm vorbei gegen die Bevölkerung gerichtete Interessen durchzusetzen.

Autor: Linus Deitermann

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